Basale Stimulation in der Pflege - Konzept & Ideen für zuhause

Thea Regenberg

Basale Stimulation in der Pflege - Konzept & Ideen für zuhause

   Thea Regenberg  
Die Basale Stimulation ist ein ganzheitliches Pflegekonzept, das Menschen mit eingeschränkter Wahrnehmung dabei unterstützt, sich selbst und ihre Umgebung intensiver zu spüren. Besonders für pflegebedürftige Personen oder Menschen mit neurologischen Erkrankungen kann diese Methode eine wertvolle Unterstützung sein. Durch gezielte und sanfte Reize wie Berührungen, Klänge, Düfte oder Bewegungen können Sie die Wahrnehmung Ihrer pflegebedürftigen Angehörigen anregen, ihre Orientierung erleichtern und ihnen helfen, eine Verbindung zur Umwelt herzustellen. Eine Basale Pflege schafft nicht nur körperliche Impulse, sondern kann auch emotionale und kommunikative Prozesse anregen, wodurch das Wohlbefinden spürbar verbessert wird.

Basale Stimulation: Ein Konzept für Wahrnehmung und Wohlbefinden

Das Konzept der Basalen Stimulation wurde in den 1970er-Jahren von Andreas Fröhlich entwickelt, um Kindern mit schweren Behinderungen mehr Wahrnehmung und Orientierung zu ermöglichen. In den 1980er-Jahren erkannte die Pflegewissenschaftlerin Christel Bienstein, dass diese Methode auch für Erwachsene in der Pflege eine wertvolle Unterstützung sein kann, besonders für Menschen mit eingeschränkter Kommunikation oder Bewegung. Seitdem hat sich die Basale Stimulation in vielen Bereichen der Pflege etabliert und zeigt, wie wichtig sanfte Reize für das Wohlbefinden sind.

Basal“ meint einfache, körperbezogene Reize, die uns helfen, uns selbst und unsere Umgebung zu spüren. „Stimulation“ steht für die gezielten Anregungen, die genau diese Wahrnehmung unterstützen. Kern des Konzepts ist eine achtsame, wertschätzende Begegnung, bei der es nicht nur um Sprache, sondern um die Kommunikation über alle Sinne geht. Ziel ist es, Menschen mit eingeschränkter Wahrnehmung dabei zu helfen, ihren Körper und ihre Umwelt bewusster zu erleben und so einen Zugang zu Kommunikation, Erleben und Teilhabe am Leben zu ermöglichen.
Mann fühlt ein Spray und den Geruch auf der Haut
Das Besondere daran: Ihre Einsatzmöglichkeiten sind nahezu grenzenlos. Sie wird nicht nur in der Altenpflege, bei bettlägerigen Menschen oder Menschen mit Demenz genutzt, sondern auch bei Kindern, Menschen mit Behinderungen oder überall dort, wo sie gut tut. Denn jeder Mensch, und zwar unabhängig von Alter oder Erkrankung, hat ein grundlegendes Bedürfnis nach Berührung, Wahrnehmung und Nähe.

Und genau hier wird es für Sie interessant, denn die Methode kommt auch für die häusliche Pflege in Frage. Vielleicht denken Sie jetzt: Muss ich dafür komplizierte Techniken erlernen? Nein, ganz und gar nicht! Basale Stimulation bedeutet vor allem, auf einfache, aber wirkungsvolle Impulse zu setzen: eine bewusste Berührung, ein vertrauter Duft, sanfte Musik oder eine kleine Bewegungsanregung. Solche Reize geben Orientierung, aktivieren die Sinne und schaffen vor allem eins: eine Verbindung.

Das Schöne daran? Sie müssen keine komplizierten Abläufe beherrschen, sondern können nach und nach entdecken, was Ihrem Angehörigen und auch Ihnen selbst gut tut. Wenn Sie Lust haben, mehr darüber zu erfahren, lohnt es sich wirklich sehr, tiefer in das Thema einzutauchen. Basale Stimulation kann nicht nur das Leben Ihres Herzensmenschen bereichern, sondern auch Ihre eigene Pflegeerfahrung.

Warum ist Basale Stimulation so wichtig?

Viele Menschen mit Pflegebedarf, Behinderungen oder anderen Einschränkungen nehmen ihren Körper und ihre Umwelt nur noch eingeschränkt wahr. Oft liegt das daran, dass sie sich wenig bewegen, kaum Reize von außen erhalten und sich zudem zunehmend isoliert fühlen. Fehlen diese Impulse, kann das zu Orientierungslosigkeit, Angst und einem Rückzug führen. Und genau da setzt das Konzept der Basalen Stimulation mit seinen drei Prinzipien an:

1. Selbstwahrnehmung stärken
Wenn Bewegung und Körperkontakt fehlen, kann das eigene Körpergefühl verloren gehen. Durch sanfte Berührungen, gezieltes Lagern oder leichte Bewegungsimpulse lässt sich dieses Bewusstsein wieder wecken.

2. Orientierung erleichtern
Viele Pflegebedürftige haben Schwierigkeiten, ihre Umgebung bewusst wahrzunehmen. Durch gezielte Reize wie Licht, Klänge oder Düfte kann die Wahrnehmung geschärft und das Sicherheitsgefühl gestärkt werden.

3. Kommunikation anregen
Nicht jeder Mensch kann sich mit Worten ausdrücken. Basale Stimulation hilft auch, nonverbale Signale zu verstehen und darauf einzugehen. Berührungen, Bewegungen oder Reaktionen auf Geräusche können dabei helfen, Nähe zu schaffen und eine Verbindung aufzubauen.

Wie kann Basale Stimulation helfen?

Auch das Hören von Musik gehört zur Basalen Stimulation
Gerade bei Menschen mit Pflegebedarf kann Basale Stimulation eine wundervolle Möglichkeit sein, Nähe zu schaffen, Ihrem Angehörigen Sicherheit geben und sein oder ihr Wohlbefinden zu stärken. Denn in erster Linie geht es immer darum, den eigenen Körper (wieder) zu spüren, sich in der Umgebung besser zurechtzufinden und sich auf neue Weise mitzuteilen. Vielleicht haben Sie es selbst schon erlebt: Ihr Angehöriger genießt sanfte Berührungen, reagiert auf leichte Bewegungen oder fühlt sich bei bestimmten Geräuschen oder Düften besonders wohl. Genau darum geht es. Kleine Impulse, eine achtsame Berührung, eine bewusste Lagerung oder gezielte Sinneseindrücke können helfen, das Körpergefühl zu verbessern und die Orientierung zu erleichtern. Auch die Kommunikation kann so unterstützt werden, ganz ohne Worte. Basale Stimulation betrachtet den Menschen in seiner Gesamtheit. Sie ist individuell anpassbar, einfach umzusetzen und kann in nahezu jedem Pflegekontext angewendet werden:

Basale Stimulation kombiniert Bewegung, Sinneseindrücke und Kommunikation, um Menschen aktiv einzubeziehen. Jeder Mensch nimmt Reize anders wahr. Basale Stimulation setzt an den vorhandenen Fähigkeiten an und passt sich den Bedürfnissen des Einzelnen an. Viele Maßnahmen lassen sich mit einfachen Mitteln umsetzen, ganz ohne teure Geräte oder komplizierte Techniken. Neben der Förderung der Körperwahrnehmung trägt basale Stimulation auch zur emotionalen Stabilität und zur sozialen Interaktion bei. Ob in der Altenpflege, bei Demenz, in der Intensivpflege, in der Palliativversorgung oder in der häuslichen Betreuung - Sie kann überall dort angewendet werden, wo sie gut tut.

Gerade in der häuslichen Pflege kann Basale Stimulation eine wertvolle Ergänzung sein. Sie können Ihren Herzensmenschen dabei begleiten, sich wohler und sicherer zu fühlen, immer in seinem oder ihrem Tempo. Doch genauso wichtig ist es, auf die Signale zu achten. Wenn Ihr Angehöriger ablehnend reagiert, sich seine Mimik verändert oder unruhig wird, sollte das respektiert werden.

Basale Stimulation in der Praxis: Einfach erklärt!

Vermutlich machen Sie vieles schon ganz automatisch, einfach, weil es sich richtig anfühlt oder Ihre Eltern es sich wünschen. Sie helfen im Alltag, wo es nötig ist. Und genau darum geht es: Unterstützung kann ganz unterschiedlich aussehen. Oft sind es schon kleine Dinge, die den Alltag erleichtern. Wichtig ist, genau hinzuschauen und nur dort zu helfen, wo es auch wirklich gebraucht wird. Ihre Eltern zu bevormunden oder ihnen alles abzunehmen, kann schnell frustrierend für beide Seiten werden. Sprechen Sie offen darüber: Was fällt ihnen schwer? Wobei wünschen sie sich Unterstützung? Und was möchten sie noch allein schaffen? Klar, vielen Menschen fällt es schwer, sich einzugestehen, dass sie Hilfe brauchen, aber manchmal entstehen daraus auch schöne gemeinsame Momente: Ob Einkäufe begleiten, im Haushalt helfen oder sie zu Arztterminen begleiten. All das kann eine große Erleichterung sein. Besonders, wenn Termine vergessen werden, kann es helfen, bei der Planung und Verwaltung mit anzupacken. Und wie immer gilt: Reden, reden, reden! Bleiben Sie im Austausch darüber, wie es Ihren Eltern geht und welche Unterstützung sie sich wünschen oder vielleicht auch (noch) nicht wollen. Manchmal können auch ehrenamtliche Angebote wie die Nachbarschaftshilfe eine tolle Entlastung sein.

Wenn der Unterstützungsbedarf wächst, gibt es natürlich auch professionelle Hilfen. Essen auf Rädern, ein ambulanter Pflegedienst für die Körperpflege, Medikamenteneinnahme oder Haushaltsaufgaben – all das kann den Alltag erleichtern. Wenn Sie sich über weitere Angebote informieren möchten, können Sie sich jederzeit an einen Pflegestützpunkt oder eine Pflegeberatungsstelle vor Ort wenden. Dort werden Sie auch aufgeklärt über verschiedene Hilfsmittel oder Pflegehilfsmittel, die Ihren Eltern den Alltag erleichtern können, wenn Einschränkungen bestehen.

Wie Basale Stimulation in der Praxis wirkt – ein Beispiel

Sanfte Berührungen sind ein wichtiger Bestandteil der Basalen Stimulation
Stellen Sie sich Elisabeth vor. Sie ist 86 Jahre alt, bettlägerig, lebt mit einer fortgeschrittener Demenz bei Ihrer Tochter. Sie zieht sich immer mehr zurück. Die Worte fehlen, ihr Blick wirkt abwesend, Berührungen scheinen sie kaum noch zu erreichen. Doch genau hier kann basale Stimulation helfen, sanft und achtsam auf Elisabeth einzugehen. Ihre Tochter Anna signalisiert ihr durch eine vertraute Berührung an ihrer Hand oder ihrem Oberarm: “Ich bin da, du bist nicht allein." Während der Körperpflege schenken langsame, gleichmäßige Bewegungen Elisabeth Orientierung und Sicherheit. Im Hintergrund läuft eine Melodie aus ihrer Jugend, vielleicht ein altes Lied, das sie früher gerne gesungen hat. Der Duft von frisch gebrühten Kaffee erfüllt den Raum, ein Moment von Vertrautheit.
Und dann? Ihr Gesicht entspannt sich, ihre Hand öffnet sich leicht, ihr Atem wird ruhiger. Kleine Zeichen, die zeigen: Die Reize kommen an, Elisabeth fühlt sich sicher und Anna merkt, wie gut ihrer Mama diese Reize tun. Genau das ist das Herzstück der basalen Stimulation: Eine behutsame Begleitung, die Menschen wieder ein Stück mit sich selbst, ihrer Umwelt und ihren Erinnerungen und vielleicht auch den Angehörigen verbindet. 

Basale Stimulation: Praktische Ideen für zuhause

Basale Stimulation lässt sich wunderbar in den Alltag integrieren, ohne großen Aufwand. Hier sind ein paar einfache Ideen, die Sie direkt ausprobieren können: 

Morgenroutine: Eine sanfte Aktivierung

Der Start in den Tag kann durch sanfte Reize angenehm gestaltet werden, um Körper und Geist langsam in Schwung zu bringen, vielleicht durch eine belebende Waschung. Verwenden Sie warmes Wasser und einen weichen Schwamm, um die Haut sanft zu stimulieren. Kreisende Bewegungen helfen, die Wahrnehmung zu fördern. Ein paar Tropfen ätherisches Öl, zum Beispiel Lavendel zur Entspannung oder Zitrone zur Aktivierung können den Start in den Tag angenehmer machen. Während der Körperpflege helfen langsame, bewusste Berührungen, die Orientierung und das Körpergefühl zu stärken.

Freizeitgestaltung: Verschiedene Sinne anregen

Auch über den Tag hinweg gibt es viele Möglichkeiten, um Wahrnehmung und Wohlbefinden zu unterstützen. Ob leise im Hintergrund oder bewusst als Musik-Bad. Bekannte Klänge können beruhigen oder aktivieren. Alte Fotos anschauen, Geschichten erzählen oder vertraute Gegenstände in die Hand nehmen. All das kann Vertrautheit und Sicherheit vermitteln. Wenn möglich, lassen Sie Ihren Angehörigen barfuß über einen Teppich, Kieselsteine oder Gras laufen, um verschiedene Untergründe wahrzunehmen. Natürlich nur, wenn es noch geht. 

Abendroutine: Für Entspannung sorgen

Am Abend darf es ruhiger werden! Sanfte Reize helfen, den Tag entspannt ausklingen zu lassen. Da helfen wärmende Hand- oder Fußmassagen wunderbar. Ein bisschen warmes Öl und sanfte Bewegungen sorgen für Geborgenheit und Entspannung. Ein vertrauter Duft wie Lavendel oder Vanille, kombiniert mit ruhiger Musik, kann eine beruhigende Wirkung haben. Gedimmtes, warmes Licht schafft eine angenehme Atmosphäre und signalisiert dem Körper, dass es Zeit zum Ruhen ist.

Und: Noch wirkungsvoller wird die Basale Stimulation, wenn verschiedene Sinne gleichzeitig angesprochen werden, je nach Wünschen und Vorlieben Ihres Angehörigen. Wenn Sie sich kleine, wiederkehrende Routinen überlegen, kann das Ihrem Familienmitglied mehr Sicherheit geben und als “feste” Punkte im Alltag gesehen werden. 
Der Duft von Pflanzen kann Erinnerungen wachrufen
ABER, denken Sie bitte daran: Jeder Mensch empfindet anders. Die genannten Beispiele können eine Orientierung bieten, müssen aber nicht auf Ihren Angehörigen zutreffen. Unser Ziel ist es, Ihnen ein besseres Verständnis für das Thema Basale Stimulation zu vermitteln. Jeder Mensch nimmt Reize unterschiedlich wahr und was für den einen angenehm ist, kann für den anderen unangenehm oder sogar belastend sein. Deshalb lohnt es sich, behutsam vorzugehen und sich gegebenenfalls beraten zu lassen.

Achten Sie darauf, wie Ihr Angehöriger auf Berührungen, Geräusche oder Düfte reagiert. Reize können positive Erinnerungen wecken, aber auch Unsicherheit oder Unwohlsein auslösen. Deshalb ist es besonders wichtig, Erlebnisse und die Biografie der zu pflegenden Person mit einzubeziehen und aufmerksam auf ihre Signale zu achten. Nehmen Sie sich Zeit, tasten Sie sich langsam heran und finden Sie gemeinsam heraus, was gut tut.

Haben Sie Fragen oder sind unsicher, was für Ihre pflegebedürftige Person geeignet ist? Lassen Sie sich beraten, sprechen Sie mit Pflegefachkräften, tauschen Sie sich aus und holen Sie ärztlichen Rat ein, besonders dann, wenn gesundheitliche Einschränkungen oder mögliche Kontraindikationen vorliegen.

Fazit: Basale Stimulation: Mehr Wahrnehmung, mehr Verbindung, mehr Leben

Basale Stimulation ist weit mehr als ein Konzept. Sie ist eine Einladung zur Begegnung. Eine sanfte Berührung, ein vertrauter Duft oder ein leises Lied aus vergangenen Tagen können Türen öffnen, wo Worte vielleicht nicht mehr reichen oder gar möglich sind. Sie ermöglicht Pflegebedürftigen, sich wieder mit sich selbst und ihrer Umwelt zu verbinden, schenkt Sicherheit und kann sogar schöne Erinnerungen wecken. Warum nicht einfach ausprobieren? Basale Stimulation lässt sich leicht in den Pflegealltag integrieren und kann das Wohlbefinden und die Kommunikation Ihres Angehörigen spürbar fördern. Sie zeigt: Pflege ist mehr als Versorgung. Pflege bedeutet Zuwendung, Wahrnehmung und das Gefühl, gesehen zu werden. Und am Schönsten ist: Ihr Herzensmensch wird es spüren. 


💜-liche Grüße 

Ihre Thea Regenberg


Basale Stimulation: Häufig gestellte Fragen

Was genau ist Basale Stimulation und wie kann sie bei der Pflege helfen?

Basale Stimulation ist ein Pflegekonzept, das Menschen mit eingeschränkter Wahrnehmung unterstützt, um sich selbst und ihre Umwelt besser zu spüren. Durch sanfte Reize wie Berührungen, Musik, Düfte oder Bewegungen kann sie das Wohlbefinden fördern, die Orientierung erleichtern und sogar die Kommunikation anregen, manchmal auch ohne Worte. Auch in der häuslichen Pflege kann sie wunderbar helfen, Nähe zu schaffen, Sicherheit zu vermitteln und das Wohlbefinden zu stärken.

Für wen ist Basale Stimulation geeignet?

Sie kann für viele Menschen sehr hilfreich sein, besonders für Pflegebedürftige mit Demenz, bettlägerige Personen, Menschen mit neurologischen Erkrankungen oder Behinderungen. Aber auch Menschen mit schwerer Kommunikations- oder Bewegungsbeeinträchtigung und Kindern hilft die Basale Pflege durch sanfte Reize, sich selbst und ihre Umwelt bewusster wahrzunehmen.

Kann Basale Stimulation auch unangenehm sein?

Ja, auch das ist möglich. Jeder Mensch empfindet Reize anders. Was für den einen beruhigend ist, kann für den anderen unangenehm oder sogar belastend sein. Deshalb ist es wichtig, sich langsam heranzutasten, auf Reaktionen zu achten und Erfahrungen oder die Biografie der pflegebedürftigen Person mit einzubeziehen. Wenn Unsicherheiten bestehen, kann eine Beratung und ein Austausch helfen, die richtigen Impulse zu setzen.

Wie oft sollte Basale Stimulation angewendet werden?

Es gibt keine festen Regeln, wie oft die Basale Stimulation angewendet werden soll. Entscheidend ist hier wirklich, was Ihrem Angehörigen gut tut. Manchmal reichen schon wenige Minuten am Tag, zum Beispiel eine sanfte Berührung während der Körperpflege oder das Abspielen einer vertrauten Melodie am Nachmittag. Wichtig ist die Regelmäßigkeit, denn wiederkehrende Reize geben Sicherheit und Orientierung. Und vielleicht integrieren sich viele Abläufe auch unbewusst und dauerhaft in den Pflegealltag. 

Kann Basale Stimulation auch bei Menschen mit schwerer Demenz etwas bewirken?

Ja, und oft viel mehr als man denkt. Selbst wenn Sprache und bewusste Reaktionen weniger werden, nehmen Menschen Berührungen, Klänge oder vertraute Düfte weiterhin wahr. Eine sanfte Hand auf der Schulter, ein rhythmisches Schaukeln oder der Duft von frischem Kaffee können Geborgenheit vermitteln und positive Erinnerungen wecken. Auch wenn keine sichtbare Reaktion folgt, können solche Impulse für Wohlbefinden und innere Ruhe sorgen. 
Zur Autorin

Thea Regenberg

EXAMINIERTE ALTENPFLEGERIN & PFLEGEBERATERIN
Als erfahrene Altenpflegerin kennt sich Thea Regenberg mit den besonderen Bedürfnissen älterer Menschen bestens aus. Im Pflege ABC teilt sie ihr Fachwissen in der Grund- und Behandlungspflege, sowie der Organisation und Dokumentation von medizinischen und pflegefachlichen Abläufen.
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