Wenn Eltern alt werden: Tipps für Angehörige

Thea Regenberg

Wenn Eltern alt werden: Tipps für Angehörige

   Thea Regenberg  
Irgendwann kommt dieser Moment: Etwas hat sich verändert und wir merken, dass unsere Eltern nicht mehr alles allein schaffen. Vielleicht denken Sie “Mutti baut ab”: Erst sind es vielleicht Kleinigkeiten, wie vergessene Termine oder ungeöffnete Rechnungen. Je früher wir genau hinsehen und uns eingestehen, dass das vielleicht kein vorübergehender Zustand ist, desto besser können wir unsere Herzensmenschen unterstützen. Ein ehrliches Gespräch hilft, gemeinsam gute Lösungen zu finden und diesen neuen Lebensabschnitt gut zu meistern.

“Meine Eltern werden älter.” Vielleicht stecken Sie gerade genau in dieser Situation, vielleicht möchten Sie sich einfach frühzeitig damit auseinandersetzen. Irgendwie ist das ein seltsames Gefühl, oder? Unsere Eltern, die uns immer beschützt und begleitet haben, brauchen plötzlich selbst mehr Unterstützung. Ein Gedanke, den viele lieber beiseite schieben, zumindest bis zu dem Punkt, an dem es nicht mehr anders geht. Und das ist völlig verständlich. Leider wird es genau dann oft schwieriger, richtig zu reagieren. Deshalb ist es auch so wichtig, frühzeitig hinzusehen und das Gespräch zu suchen. Aber woran merkt man eigentlich, dass die Eltern nicht mehr alles allein schaffen? Welche ersten Anzeichen gibt es? Und wie kann man sie unterstützen? In diesem Beitrag können Sie ein erstes Gefühl für das Thema bekommen und erfahren, worauf Sie achten sollten und wie Sie gemeinsam mit Ihren Eltern den neuen Lebensabschnitt gut gestalten können.

Erste Anzeichen: Woran erkennt man, dass Eltern mehr Unterstützung brauchen?

Sohn umarm Vater nachdem sie sich darüber unterhalten haben, ob der Vater Unterstützung benötigt
Oft geht es ganz schleichend los. Ein vergessener Termin, eine ungeöffnete Rechnung oder ein Wäscheberg, der sich länger als sonst stapelt. Aber: Das allein ist noch kein Grund zur Sorge. Schließlich vergisst jeder mal etwas oder lässt den Haushalt schleifen. Doch wenn solche Dinge immer häufiger passieren, Eltern selbst Veränderungen ansprechen oder der Ehepartner besorgt wirkt, ist es Zeit, genauer hinzuschauen. Gerade am Anfang ist es schwer einzuschätzen: Was ist eigentlich noch normal? Wichtig ist, aufmerksam zu bleiben und den Blick dafür zu schärfen, ob bestimmte Muster erkennbar sind, vor allem dann, wenn gesundheitliche Probleme oder das Alter eine Rolle spielen.

Warnsignale im Alltag: Was fällt wiederholt auf? 

Haushalt und Ordnung
War früher alles gepflegt und ordentlich, doch jetzt sammelt sich Staub, das Geschirr bleibt stehen oder die Wäsche türmt sich über Tage? Solche Veränderungen können darauf hindeuten, dass alltägliche Aufgaben zunehmend schwerfallen.

Körperpflege
Wenn Kleidung seltener gewechselt wird, die Haare ungewaschen bleiben oder Zahnpflege vernachlässigt wird, kann das auf nachlassende Selbstfürsorge oder gesundheitliche Probleme hinweisen.

Vergesslichkeit und Verwirrung
Immer wieder verlegte Gegenstände, vergessene Termine oder plötzlich unbekannte Wege. Das sind Warnsignale, die auf eine beginnende kognitive Veränderung hinweisen können. Auch wenn Gespräche schwerer nachzuvollziehen sind, lohnt es sich, da genauer hinzusehen.

Sozialer Rückzug
Besuche bei Freunden werden seltener, Telefonate vermieden, Hobbys oder liebgewonnene Aktivitäten verlieren ihren Reiz? Das kann ein Zeichen für Einsamkeit, Antriebslosigkeit oder auch psychische Veränderungen sein.

Körperliche Veränderungen
Gibt es Unsicherheiten beim Gehen, häufige Stürze oder Schwierigkeiten bei alltäglichen Aufgaben wie Treppensteigen oder Einkaufen? Körperliche Einschränkungen können unbemerkt zunehmen und den Alltag erschweren.

Widerstand gegen Hilfe

Manche älteren Menschen lehnen Unterstützung ab, selbst wenn sie offensichtlich nötig wäre. Ob aus Angst vor Veränderung, Stolz oder dem Wunsch, unabhängig zu bleiben: Geduld und einfühlsame Gespräche sind hier dann besonders wichtig.

Jede Veränderung allein ist noch kein Grund zur Sorge, doch wenn mehrere dieser Anzeichen auftreten, lohnt es sich, genauer hinzusehen und frühzeitig mit den Eltern ins Gespräch zu gehen. So lassen sich oft einfache Lösungen finden, bevor aus kleinen Schwierigkeiten große Herausforderungen werden. Und es geht nicht immer direkt um Pflege oder eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung. Oft reicht schon eine kleine Entlastung, sei es durch regelmäßige Besuche, etwas Hilfe im Haushalt oder einfach ein offenes Ohr. Wichtig ist, frühzeitig ins Gespräch zu kommen und gemeinsam herauszufinden, was gerade jetzt oder in Zukunft gebraucht wird.

Wenn Eltern älter werden: Wichtige Schritte für Angehörige

Wenn Sie Veränderungen bei Ihren Eltern bemerken, vielleicht, weil sie Ihnen selbst auffallen oder weil andere aus der Familie oder dem Umfeld darauf hinweisen, warten Sie nicht zu lange. Je früher Sie sich damit beschäftigen, desto besser können Sie unterstützen, bevor es wirklich schwierig wird. Natürlich ist das nicht immer einfach. Oft fühlt es sich an, als würde plötzlich alles anders, und viele Fragen tauchen auf. Aber: Es gibt keinen festen Plan, der für jeden gilt. Jeder Mensch altert anders, jede Situation ist einzigartig. Wichtig ist, aufmerksam und im Gespräch zu bleiben. Und auch eine perfekte Checkliste gibt es dafür nicht und ehrlich gesagt, wäre sie auch gar nicht sinnvoll. Stattdessen hilft es, einige wichtige Themen im Hinterkopf zu behalten und Schritt für Schritt zu schauen, was individuell am besten passt.
Kinder kommen mit ihren Eltern ins Gespräch, ob diese noch alleine wohnen bleiben können

So können Sie das Thema angehen:

  1. Sprechen Sie mit Ihren Eltern, aber ohne Druck oder Vorwürfe.
    Zeigen Sie Interesse und Verständnis, statt direkt mit tausend Vorschlägen um die Ecke zu kommen. Viele Menschen brauchen Zeit, um Veränderungen zu akzeptieren.
  2. Beobachten Sie den Alltag und notieren Sie Auffälligkeiten.
    Gibt es wiederkehrende Probleme? Fallen Ihnen bestimmte Muster auf? Diese Notizen können später helfen, mögliche Lösungen zu finden.
  3. Lassen Sie ärztlich abklären, ob gesundheitliche Ursachen vorliegen.
    Manchmal stecken hinter den Veränderungen Erkrankungen wie eine beginnende Demenz oder körperliche Einschränkungen, die medizinisch behandelt werden können. Holen Sie sich gemeinsam den Rat des Hausarztes oder der Hausärztin ein.
  4. Prüfen Sie, ob kleine Anpassungen im Haushalt schon helfen.
    Manchmal reichen einfache Hilfsmittel oder kleine Veränderungen, um den Alltag sicherer und angenehmer zu machen, wie zum Beispiel Haltegriffe im Bad, ein Hausnotrufsystem oder ein Wochenplan für Medikamente.
  5. Informieren Sie sich frühzeitig über Entlastungsmöglichkeiten.
    Ob Haushaltshilfe, Fahrdienst oder Unterstützung durch einen Pflegedienst. Es ist gut, Optionen zu kennen, bevor es dringend wird.

Tipps für das Gespräch: Darauf sollten Sie achten

Wählen Sie den richtigen Moment
Ein ruhiges Gespräch bei einer Tasse Kaffee oder während eines Spaziergangs ist meist besser als eine spontane Diskussion zwischen Tür und Angel. Eine entspannte Atmosphäre erleichtert den Austausch.

Denken Sie daran, wertschätzend zu bleiben
Machen Sie deutlich, dass es Ihnen nicht darum geht, Entscheidungen über die Köpfe Ihrer Eltern hinweg zu treffen, sondern dass Sie sich sorgen und unterstützen möchten. Formulierungen wie „Ich möchte, dass es dir gut geht” helfen, Verständnis zu zeigen.

Stellen Sie offene Fragen
Offene Fragen wie „Fällt dir das Treppensteigen schwer?“ oder „Wie fühlst du dich im Alltag?“ laden viel mehr zu einem ehrlichen Gespräch ein als direkte Aussagen wie „Du brauchst Hilfe!“. Das kann schnell zu Widerstand führen und einem schlechten Gefühl.

Vermeiden Sie Druck
Viele ältere Menschen brauchen Zeit, um sich mit dem Gedanken an Unterstützung anzufreunden. Auch für Sie kommt es zu einer neuen Lebensphase. Drängen Sie nicht und lassen Sie Raum für Gedanken und Gefühle. 

Haben Sie Geduld mit Ihren Eltern
Falls das Thema zunächst auf Widerstand stößt, kann es helfen, es erstmal ruhen zu lassen. Sie können es zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen, vielleicht in einer anderen Situation und Verfassung. Veränderungen brauchen Zeit, bei der einen Person mehr, bei der anderen weniger. Manchmal sind mehrere Gespräche nötig, bis Ihre Eltern sich darauf einlassen können und das ist vollkommen okay.

Wenn die Veränderung Angst macht: Selbstfürsorge für Angehörige

Veränderungen können auch erst einmal zu einem Gefühl von Trauer führen
Gerade am Anfang tauchen viele Ängste und Unsicherheiten auf. Man fühlt sich oft überfordert und fragt sich, wie man alles bewältigen soll. Doch gerade dann ist es wichtig, sich daran zu erinnern: Niemand muss alles allein lösen. Das Älterwerden der Eltern und ihre Pflege können emotional und körperlich herausfordernd sein. Viele Angehörige und besonders die eigenen Kinder setzen sich selbst unter Druck, alles allein stemmen zu müssen. Doch auch Ihre eigene Gesundheit und Ihr Wohlbefinden sind wichtig. Suchen Sie frühzeitig das Gespräch mit anderen Familienmitgliedern, etwa mit Geschwistern. Auch Freunde können eine wertvolle Stütze sein, denn viele Familien stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Der Austausch von Erfahrungen kann eine große Last nehmen, genauso wie professionelle Beratungsangebote, zum Beispiel Pflegeberatungsstellen oder Pflegestützpunkte.

Von Anfang an lohnt es sich, die Aufgaben gemeinsam zu tragen: innerhalb der Familie, im Freundeskreis oder mit professioneller Unterstützung. Hilfe anzunehmen ist keine Schwäche, sondern eine Möglichkeit, langfristig für Ihre Eltern da zu sein – ohne sich selbst dabei zu verlieren. Vergessen Sie dabei nicht Ihre eigenen Bedürfnisse! Ihre Hobbys, Ihre Auszeiten und all das, was Ihnen Energie gibt, sind genauso wichtig wie die Pflege Ihrer Eltern. Ziehen Sie sich nicht zurück, nur weil sich in Ihrer Familie etwas verändert – Sie können diese neue Situation meistern. Und ganz wichtig: Setzen Sie klare Grenzen und kommunizieren Sie diese offen. So helfen Sie auch Ihren Eltern, besser zu verstehen, wie es Ihnen geht und was für ein gutes Miteinander wirklich wichtig ist.

Mein Tipp an Sie: Es kann vorkommen, dass manche Eltern im Alter anhänglicher, andere starrsinniger werden. Das kann für Kinder herausfordernd und oft auch total frustrierend sein. Behalten Sie dabei immer im Hinterkopf: Die Situation ist für alle neu. Nicht nur Sie empfinden Unsicherheit, auch Ihre Eltern kämpfen mit Ängsten, zum Beispiel vor Einsamkeit, dem Verlust ihrer Selbstständigkeit, gesundheitlichen Einschränkungen oder dem Wegfall sozialer Kontakte und auch geliebter Menschen. Versuchen Sie, sich in ihre Lage hineinzuversetzen. Geduld, aktives Zuhören und gemeinsame Lösungen können helfen, für beide Seiten mehr Sicherheit zu schaffen. Bekannte Routinen geben Stabilität. So entsteht ein Gefühl von Verlässlichkeit, das Ihnen und Ihren Eltern den Umgang mit den Veränderungen erleichtert.

Praktische Unterstützung: So können Sie Ihren Eltern unter die Arme greifen

Vermutlich machen Sie vieles schon ganz automatisch, einfach, weil es sich richtig anfühlt oder Ihre Eltern es sich wünschen. Sie helfen im Alltag, wo es nötig ist. Und genau darum geht es: Unterstützung kann ganz unterschiedlich aussehen. Oft sind es schon kleine Dinge, die den Alltag erleichtern. Wichtig ist, genau hinzuschauen und nur dort zu helfen, wo es auch wirklich gebraucht wird. Ihre Eltern zu bevormunden oder ihnen alles abzunehmen, kann schnell frustrierend für beide Seiten werden. Sprechen Sie offen darüber: Was fällt ihnen schwer? Wobei wünschen sie sich Unterstützung? Und was möchten sie noch allein schaffen? Klar, vielen Menschen fällt es schwer, sich einzugestehen, dass sie Hilfe brauchen, aber manchmal entstehen daraus auch schöne gemeinsame Momente: Ob Einkäufe begleiten, im Haushalt helfen oder sie zu Arztterminen begleiten. All das kann eine große Erleichterung sein. Besonders, wenn Termine vergessen werden, kann es helfen, bei der Planung und Verwaltung mit anzupacken. Und wie immer gilt: Reden, reden, reden! Bleiben Sie im Austausch darüber, wie es Ihren Eltern geht und welche Unterstützung sie sich wünschen oder vielleicht auch (noch) nicht wollen. Manchmal können auch ehrenamtliche Angebote wie die Nachbarschaftshilfe eine tolle Entlastung sein.

Wenn der Unterstützungsbedarf wächst, gibt es natürlich auch professionelle Hilfen. Essen auf Rädern, ein ambulanter Pflegedienst für die Körperpflege, Medikamenteneinnahme oder Haushaltsaufgaben – all das kann den Alltag erleichtern. Wenn Sie sich über weitere Angebote informieren möchten, können Sie sich jederzeit an einen Pflegestützpunkt oder eine Pflegeberatungsstelle vor Ort wenden. Dort werden Sie auch aufgeklärt über verschiedene Hilfsmittel oder Pflegehilfsmittel, die Ihren Eltern den Alltag erleichtern können, wenn Einschränkungen bestehen.

Mein Tipp: Im Pflege ABC finden Sie viele weitere hilfreiche Informationen rund um die Pflege – von der Beantragung eines Pflegegrads über barrierefreies Wohnen bis hin zu Nachbarschaftshilfe und das 100% kostenlos. Wir haben die wichtigsten Themen verständlich und praxisnah für Sie aufbereitet. Werfen Sie gerne einen Blick in unsere kostenlosen Videokurse nach §45 SGB XI oder entdecken Sie wertvolle Tipps in unserem Magazin. 

Fazit: Gemeinsam den neuen Lebensabschnitt gestalten

Wenn die eigenen Eltern älter werden, stellt das viele Familien und besonders Sie als Kinder vor neue Herausforderungen. Es kann verunsichern, überwältigen oder auch mal frustrieren. Aber das ist völlig normal. Es ist aber auch eine Chance, den Zusammenhalt zu stärken und neue Wege zu finden, um gemeinsam durch diese Zeit zu gehen. Wichtig ist aber: Sie müssen nicht alles allein tragen. Es geht nicht darum, Kontrolle zu übernehmen, sondern liebevoll zu begleiten und Unterstützung dort zu geben, wo sie wirklich gebraucht wird. Offene Gespräche, Geduld und einfühlsames Zuhören helfen, Ängste zu nehmen, sowohl bei Ihnen als auch bei Ihren Eltern. Jede Familie findet ihren eigenen Weg. Manchmal sind es kleine Anpassungen, die den Alltag erleichtern, manchmal braucht es mehr Unterstützung. Ob durch Familie, Freunde oder professionelle Hilfsangebote. Bleiben Sie im Austausch, hören Sie auf Ihr Bauchgefühl und holen Sie sich Hilfe, wenn Sie sie brauchen. 


💜-liche Grüße 

Ihre Thea Regenberg


Wenn Eltern alt werden: Häufig gestellte Fragen

Woran merke ich, dass meine Eltern mehr Unterstützung brauchen?

Oft sind es kleine Veränderungen, die immer wieder auftreten: vergessene Termine, Unordnung im Haushalt, Schwierigkeiten bei alltäglichen Aufgaben oder sozialer Rückzug. Wenn solche Anzeichen regelmäßig auftreten oder Ihre Eltern selbst Unsicherheiten äußern, ist es sinnvoll, genauer hinzusehen und das Gespräch zu suchen.

Wie kann ich mit meinen Eltern über Unterstützung sprechen, ohne dass sie sich bevormundet fühlen?

Am besten ohne Druck und mit viel Verständnis. Vermeiden Sie direkte Anweisungen wie „Du brauchst Hilfe!“ Das kann echt schnell zu Widerstand führen. Stattdessen helfen offene Fragen wie: „Fällt dir das Treppensteigen schwer?“ oder „Wie fühlst du dich im Alltag?“. Zeigen Sie, dass es Ihnen darum geht, gemeinsam gute Lösungen zu finden.

Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für ältere Menschen?

Die Unterstützung kann ganz unterschiedlich aussehen. Von kleinen Alltagshilfen wie Einkaufs- oder Haushaltshilfen über ehrenamtliche Angebote bis hin zu professionellen Dienstleistungen wie ambulante Pflegedienste oder Essen auf Rädern. Eine gute Anlaufstelle, um sich über individuelle Möglichkeiten zu informieren, sind Pflegestützpunkte oder Pflegeberatungsstellen.

Was kann ich tun, wenn meine Eltern keine Hilfe annehmen wollen?

Viele ältere Menschen tun sich schwer damit, Unterstützung zu akzeptieren. Das passiert oft aus Angst vor Kontrollverlust oder weil sie niemandem zur Last fallen wollen. Hier hilft ganz viel Geduld. Sprechen Sie das Thema immer wieder behutsam an, aber ohne zu drängen. Manchmal hilft es, mit kleinen Veränderungen zu beginnen, etwa einer Haushaltshilfe oder einer Begleitung zu Arztterminen.

Wie kann ich mich selbst schützen, wenn die Pflege und Unterstützung zu viel wird?

Denken Sie immer daran: Sie können nur dann langfristig helfen, wenn es Ihnen selbst gut geht. Teilen Sie Aufgaben mit Geschwistern oder anderen Familienmitgliedern, nutzen Sie ehrenamtliche oder professionelle Unterstützung und nehmen Sie sich bewusst Auszeiten. Sich selbst zu schützen ist keine Schwäche. Es ist vielmehr notwendig, um auch richtig für Ihre Eltern da sein zu können.
Zur Autorin

Thea Regenberg

EXAMINIERTE ALTENPFLEGERIN & PFLEGEBERATERIN
Als erfahrene Altenpflegerin kennt sich Thea Regenberg mit den besonderen Bedürfnissen älterer Menschen bestens aus. Im Pflege ABC teilt sie ihr Fachwissen in der Grund- und Behandlungspflege, sowie der Organisation und Dokumentation von medizinischen und pflegefachlichen Abläufen.
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